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ILUM

Das von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Programm „Freiraum 2026“ ausgewählte und geförderte Projekt ILUM (Interdisziplinäres Lernen für urbane Mensch-Umwelt-Beziehungen) verfolgt das Ziel, Geographie-Studierende interdisziplinär zu schulen und ihnen Kompetenzen für die nachhaltige Transformation urbaner Räume zu vermitteln. Im Fokus stehen Mensch-Umwelt-Interaktionen in urbanen Grünflächen im Ruhrgebiet. In einem praxisorientierten, semesterübergreifenden Lehr-Lern-Format erforschen Studierende sozio-ökologische Probleme in urbanen (Grün-)Räumen mithilfe natur- und sozialwissenschaftlicher Methoden und entwickeln gemeinsam mit Stakeholdern (Grünflächenmanager, Parkbesuchende etc.) integrierte Lösungsansätze.


ILUM | Laufend

Rahmendaten

Zeitraum: 2026 - 2028

Team:
  • Simon Mösch
  • Valentin Klaus
Beteiligte Abteilungen:

Projektziele

Geographische Ausbildung findet bislang oft getrennt zwischen physischer Geographie und Humangeographie statt. Diese Trennung erschwert es Studierenden, komplexe Umweltfragen ganzheitlich zu verstehen und zu bearbeiten,  eine zentrale Voraussetzung, um urbane Räume nachhaltig mitzugestalten. ILUM nutzt genau hier einen Ansatzpunkt: Studierende unterschiedlichster fachlicher Ausrichtung innerhalb der Geographie zusammenzubringen. 

Das Ruhrgebiet dient als praktischer Untersuchungsraum: Als dicht besiedelte Region mit einer Geschichte ehemals industrieller Nutzung bietet es vielfältige Beispiele für den Wandel zu urbanen Grünflächen von revitalisierten Friedhöfen bis zu Industrienatur. Studierende entwickeln im Rahmen von ILUM die Fähigkeit, komplexe Wechselwirkungen zwischen sozialen und ökologischen Systemen zu erfassen, indem sie wissenschaftliche Methoden praktisch anwenden und Ergebnisse im Austausch mit Stakeholdern reflektieren. Ziel ist es, die Lernenden zu befähigen, integrative Perspektiven auf urbane Umweltprobleme zu entwickeln und nachhaltige Transformationsimpulse für Stadtgesellschaft und Biodiversität zu formulieren.

 

Arbeitsplan

Bei ILUM durchlaufen die Studierenden den gesamten Lern‑Forschungszyklus und sind dabei aktive Mitgestalter:innen des Projekts. Sie lernen zentrale sozial‑ und naturwissenschaftliche Methoden kennen, von Interviews und Umfragen bis zu ökologischen Erhebungen mit Kameras und Messgeräten, und wenden diese direkt in urbanen Grünflächen des Ruhrgebiets an. Dabei untersuchen sie Parks, Friedhöfe oder Industrienaturräume, erfassen ökologische und soziale Zusammenhänge und entwickeln daraus Handlungsempfehlungen. Die Ergebnisse werden im Austausch mit Stakeholdern diskutiert und präsentiert. Abschließend werden die Erfahrungen und Erkenntnisse dokumentiert und verbreitet, sodass ILUM als Blueprint für interdisziplinäres Lernen und nachhaltige Stadtentwicklung an Hochschulen dienen kann.


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