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WATCH-Projekt – Ergebnisse und Gedanken zum Projektabschluss

Das Projekt WATCH (Water for Children in Climate Change) ist offiziell abgeschlossen. Die Abschlussveranstaltung mit Präsentationen aller Projektpartner fand am 12. Januar statt. Ziel des Projekts war es, Forschung und Praxis zusammenzuführen, um Hitzestress in Kindertageseinrichtungen besser zu verstehen und Ansatzpunkte für eine klimaresiliente Ausgestaltung des Kita-Alltags zu entwickeln, insbesondere im Hinblick auf angepasste Empfehlungen zur Flüssigkeitsaufnahme.

Am Bochum Urban Climate Lab (BUCL) wurden die mikroklimatischen Messungen in einer Kindertageseinrichtung geplant und fachlich begleitet. Der Fokus lag auf nah bodennahen Klimaparametern, die für den menschlichen thermischen Komfort besonders relevant sind, darunter Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit. Auf Grundlage dieser Messungen wurde der Universal Thermal Climate Index (UTCI) berechnet, um die thermische Belastung quantifizierbar zu machen.

Die über mehrere Tage erhobenen Daten zeigen deutlich, wie schnell sich thermischer Stress bei Aufenthalten im Freien erhöhen kann, insbesondere an heißen Tagen. Damit wird der steigende Bedarf an Kühlungs- und Anpassungsmaßnahmen in Betreuungseinrichtungen unter zunehmender Hitzeeinwirkung sichtbar.

Die klimatischen Messungen wurden durch Arbeiten des Forschungsdepartments Kinderernährung (FKE) ergänzt, das physiologische Reaktionen während des Aufenthalts im Freien untersuchte. So konnten Umweltbedingungen vor Ort direkt mit Veränderungen der thermischen Belastung verknüpft werden. Die Ergebnisse weisen auf messbare Zunahmen von Hitzestress bei längerer Außenaktivität hin und unterstreichen die Bedeutung gezielter Anpassungsstrategien in Kindertageseinrichtungen, insbesondere angepasster Empfehlungen zur Flüssigkeitszufuhr.

Wir vom BUCL bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Projekt WATCH und freuen uns auf zukünftige gemeinsame Projekte.



22. Januar 2026
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Bochum Urban Climate Lab