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19000

Studienprojekt

Semester: 5. & 6.
Credits: 12 CP
Dauer: 2 Semester
Modulbeauftragte:r: Prof. Dr. Andreas Farwick
Kontaktzeit: 6 SWS
Selbststudium: 270 h
Gruppengröße: 10-20
Lernziele

Die Teilnehmer/-innen erlernen wissenschaftliche Arbeitsmethoden sowie Formen des Projektmanagements in Theorie und Praxis.

Inhalte

Anhand konkreter wissenschaftlicher und/oder praktischer Fragestellungen werden Projektarbeiten durchgeführt. Wichtige inhaltliche Bausteine sind:

die jeweils fachlich relevanten Themen

die jeweils relevanten Erhebungs- und Auswertungsmethoden (Labor- und Geländearbeiten, Experimente,
Kartierungen, Zählungen, Befragungen, Satelliten- und Luftbildanalyse usw. sowie die Interpretation der erhobenen Daten,

Projektmanagement

Lehrformen


Seminar mit Übungen, Exkursions- und Geländetagen sowie empirischen Arbeiten.

Prüfungsformen

Eine Prüfung in einer dem Inhalt des Projektes entsprechenden Form: z.B. eine thematische schriftliche Arbeit oder ein mündlicher/schriftlicher Endbericht oder eine sonstige Dokumentation der Arbeitsschritte und -ergebnisse z. B. in einem Projektportfolio oder in einer thematischen Karte oder einem Poster


Weitere Informationen

Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten

Je nach Thema und Organisation des Projektes: Regelmäßige Teilnahme an den Lehrveranstaltungen, unterrichtsbegleitende Lektüre, Mitarbeit an den verschiedenen Phasen des empirischen Arbeitens, Dokumentation der verschiedenen Arbeitsphasen, Erarbeitung von thematischen Inputs sowie schriftlichen und mündlichen Zwischen- und Endberichten.

Wegen der ständigen, logisch aufeinander aufbauenden Weiterentwicklung der Projekte, die im Dialog zwischen den  Lehrenden und Studierenden, aber auch durch die Kooperation und den Diskurs der Studierenden untereinander erfolgt, ist die regelmäßige Anwesenheit in den Veranstaltungen des Moduls "Studienprojekts" Pflicht.

Für alle Seminare gilt: Maximal zwei entschuldigte Fehltage, bei Überschreitung Ausschluss von der Teilnahme an der Veranstaltung und das Ablegen der Prüfungs/-Studienleistung ist nicht mehr möglich.

Verwendung des Moduls
Wahlpflichtmodul im B.Sc.-Studiengang Geographie

Stellenwert der Note für die Endnote
Die Modulnote geht CP-gewichtet (12/180) in die B.Sc.-Endnote ein

Lehrende
Dozentinnen/Dozenten des Geographischen Instituts

Das Modul erfordert einen großen Anteil selbstorganisierten Arbeitens. Die Arbeiten werden allein oder in Kleingruppen während der vorlesungs- und vorlesungsfreien Zeit durchgeführt. Teilnehmer sollten also auch in der vorlesungsfreien Zeit nach den jeweiligen Semestern Zeit für die anfallenden Arbeiten einplanen.



Veranstaltungen im Wintersemester 2026-2027

Wöchentliche Veranstaltung + Geländetermine n.V.

Dozierende:Birgit Elvers
Lehrveranstaltungsart:Seminar
Anmeldung:Das Anmeldeverfahren läuft über die Wahlwoche (Link) des Geographischen Instituts. Beachten Sie dazu unbedingt regelmäßig die Studinews.

Anmeldung in der Wahlwoche vom 15.06.-19.06.2026 über Moodle: https://moodle.ruhr-uni-bochum.de/course/view.php?id=59644

Prüfungsleistung:

Projektskizze, Vortrag 

Zielgruppe:

B.Sc. Studierende im 5. Semester

Voraussetzungen:Der erfolgreiche Abschluss des Moduls „Landschaften und Ökosysteme Mitteleuropas“ wird empfohlen
Ziele

Selbstorganisiertes Lernen, Entwicklung eines Projekts in Teilgruppen, Anfertigung einer Projektskizze.

Inhalte

Im Jahr 2000 hat die EU die Wasserrahmenrichtlinie erlassen, die alle Mitgliedstaaten verpflichtet, die Gewässerbeschaffenheit unter ganzheitlichen Gesichtspunkten zu verbessern. Gefordert wird darin, dass alle Gewässer einen „guten ökologischen Zustand“ innerhalb einer Frist erlangen sollen. Der sogenannte „gute ökologische Zustand eines Gewässers“ umfasst dabei hydromorphologische, biologische und chemische Aspekte. Um den guten ökologischen Zustand bewerten zu können werden verschiedene Bewertungsverfahren im Seminar eingesetzt. In diesem Projektseminar haben die Studierenden die Möglichkeit verschiedene Verfahren der Fließgewässerbewertung kennenzulernen, diese in ihren selbst organisierten Projektkontext einzubinden und im zweiten Teil des Projektseminars im Sommersemester durch Gelände- und Laborarbeiten ihr selbst entwickeltes Projekt umzusetzen. Fließgewässer stehen in einem landschaftlichen Kontext, daher können in diesem Seminar auch Auen mit in das Projekt einbezogen werden. Hier besteht die Möglichkeit Böden zu untersuchen oder auch Auenkartierungen und Vegetationsaufnahmen durchzuführen. Da die EU-Wasserrahmenrichtlinie auch die Einbindung der Öffentlichkeit vorsieht besteht ebenfalls die Möglichkeit im Projekt auch umweltpädagogische Aspekte einzubringen.

Aufbau

Im Wintersemester (Teil I) werden die notwendigen fachlichen Grundlagen nach Interessenschwerpunkten erarbeitet und vorgestellt. Im weiteren Verlauf des Seminars wird das Projekt entwickelt und in einer Projektskizze schriftlich verfasst. Im Sommersemester (Teil II) erfolgt die Projektdurchführung.

Literatur

Wird im Seminar bekannt gegeben.

Dozierende:Anna Bartels, Marie Rolf, Andreas Rienow
Lehrveranstaltungsart:Seminar
Anmeldung:Das Anmeldeverfahren läuft über die Wahlwoche (Link) des Geographischen Instituts. Beachten Sie dazu unbedingt regelmäßig die Studinews.

Anmeldung in der Wahlwoche vom 15.06.-19.06.2026 über Moodle: https://moodle.ruhr-uni-bochum.de/course/view.php?id=59644

Prüfungsleistung:

Schriftliche Ausarbeitung

Zielgruppe:

Studierende des Bachelors-Studiengangs Geographie, insbesondere jene, die ein Interesse an Fernerkundung, praktischer Feldarbeit und angewandten Umweltthemen haben

Voraussetzungen:Erfolgreicher Abschluss der Geomatik-, GIS- und Methodenseminare des 2. Studienjahrs B.Sc. wird empfohlen
Ziele
  • Aufbau von Methodenkompetenzen: Wir lernen Methoden der Fernerkundung kennen, arbeiten praktisch mit QGIS und Google Earth Engine und erproben Feldmethoden zur Erhebung von Umweltdaten. Gemeinsam erstellen wir Landnutzungs- und Veränderungskarten zu aktuellen Umweltfragen. 
  • Förderung wissenschaftlicher Kompetenzen: Wir entwickeln eigene Forschungsprojekte, diskutieren Methoden und Datenqualität und reflektieren gemeinsam Herausforderungen im Forschungsprozess. Das Seminar findet auf Englisch statt und stärkt so den wissenschaftlichen Austausch im internationalen Kontext.
  • Internationaler Austausch: Wir vernetzen uns mit kenianischen Studierenden und lokalen Akteur*innen. Außerdem erhalten wir durch kenianische und deutsche Expert*innen Einblicke in konkrete Anwendungsbeispiele. 
  • Wissen weitergeben: Studierende geben ihre Erfahrungen und Erkenntnisse an nachfolgende Seminargruppen weiter und gestalten so die Lehre aktiv mit.
Inhalte

Im Mittelpunkt dieses interaktiven und forschungsnahen Lehrformats stehen Fernerkundungs- und Feldmethoden zur Analyse von Mensch-Umwelt-Interaktionen. Wir vertiefen dabei folgende Themen:

  • Remote sensing fundamentals (electromagnetic spectrum, multispectral imagery, satellite platforms and sensors)
  • Spectral indices and raster calculation
  • Preprocessing of remote sensing data
  • Training data collection and land use land cover classification
  • Accuracy assessment and validation
  • Change detection and time series analysis
  • Remote sensing cloud services
  • Remote sensing case studies
  • Fieldwork and environmental sensors
Aufbau

Das Seminar findet auf Englisch statt und besteht aus vier Phasen, die sich über zwei Semester strecken, wobei sich der meiste Workload auf das Wintersemester verteilt:

  1. Online-Seminar: Wir treffen uns während des Wintersemesters wöchentlich für ein dreistündiges Seminar, um das Thema Fernerkundung theoretisch und praktisch zu vertiefen. Da Studierende aus Kenia und Deutschland gemeinsam an dem Seminar teilnehmen, findet das Seminar online statt.
  2. Feldarbeit in Kenia: Im Februar 2027 reisen wir für eine zweiwöchige Feldphase nach Kenia. Hier kommen die deutschen und kenianischen Studierenden zusammen, lernen Feldmethoden kennen und erheben Umweltdaten zur Validierung ihrer Forschungsprojekte. Die Kosten für Unterkunft sowie An- und Abreise werden übernommen und müssen nicht von den Studierenden gezahlt werden. Der voraussichtliche Reisezeitraum ist 07.-20.02.2027. Die endgültigen Reisezeiten werden im Seminar besprochen.
  3. Projektphase: Die Studierenden entwickeln in Forschungsteams eigene Projekte, setzen diese vor, während und nach der Feldarbeit um und präsentieren ihre Ergebnisse in einem Abschlussbericht am Ende des Wintersemesters.
  4. Mentor*innenphase: Im Sommersemester 2027 geben die Studierenden ihre Einblicke und Erfahrungen an Studierende eines nachfolgenden Seminares weiter.
Literatur

Goebel, M., Thiong’o, K., & Rienow, A. (2023). Object-based mapping and classification features for tropical highlands using Sentinel-1, Sentinel-2, and GEDI canopy height data-A case study of the Muringato catchment, Kenya. Erdkunde, (H. 1), 35-52.

Muthee, S. W., Kuria, B. T. O., Mundia, C. N., Sichangi, A. W., Kuria, D. N., Goebel, M., & Rienow, A. (2023). Using SWAT to model the response of evapotranspiration and runoff to varying land uses and climatic conditions in the Muringato basin, Kenya. Modeling Earth Systems and Environment, 9(2), 1531-1543.

Mwobobia, E. G., Sichangi, A. W., & Thiong’o, K. B. (2020). Characterization of wheat production using earth-based observations: A case study of Meru County, Kenya. Modeling Earth Systems and Environment, 6(1), 13-25.

Steinbach, S., Bartels, A., Rienow, A., Kuria, B. T. O., Zwart, S. J., & Nelson, A. (2025). Predicting turbidity dynamics in small reservoirs in central Kenya using remote sensing and machine learning. International Journal of Applied Earth Observation and Geoinformation, 136, 104390.

Wanjala, J. A., Kuria, B. T. O., Sichangi, A. W., Mundia, C. N., Kuria, D. N., Makokha, G. O., & Rienow, A. (2025). Spatio-temporal analysis of surface and groundwater interactions in the Amboni River Basin, Kenya, using SWAT-MODFLOW. Sustainable Water Resources Management, 11(6), 131.

SoSe 26: Exkursion (11.07.26 10-15 Uhr) und Blocktag (18.07.26 10-17 Uhr)

WiSe 26/27: Do 9-12 Uhr, IA 01/131

Dozierende:Uta Hohn, Roman Fritz
Lehrveranstaltungsart:Seminar
Anmeldung:Das Anmeldeverfahren läuft über die Wahlwoche (Link) des Geographischen Instituts. Beachten Sie dazu unbedingt regelmäßig die Studinews.

Anmeldung in der Wahlwoche vom 15.06.-19.06.2026 über Moodle: https://moodle.ruhr-uni-bochum.de/course/view.php?id=59644

Prüfungsleistung:

Abschlussbericht und Präsentation vor Ort

Zielgruppe:

Studierende mit dem Interesse, sich am Beispiel Hochfeld theoriegeleitet und empirisch mit Akteuren, Konzepten, Strukturen, und Aktivitäten des Bonding, Bridging und Linking in einem migrantisch geprägten superdiversen Stadtraum auseinanderzusetzen

Voraussetzungen:Erfolgreicher Abschluss der Methodenseminare des 2. Studienjahrs B.Sc. wird empfohlen
Ziele

Ziel ist es, Formate, Strukturen, Prozesse und Entwicklungspfade des Bonding (Stärkung der Bindungen innerhalb von Gruppen), Bridging (Aufbau von Bindungen zwischen unterschiedlichen Gruppen) und Linking (Schaffen von Bindungen zu Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft usw.) zu identifizieren.  Darauf aufbauend sollen differenziert nach Akteuren, Handlungsfeldern, Zielsetzungen und -gruppen die jeweiligen institutionellen Verankerungen, Strategien und Konzepte sowie Instrumente und Verfahren analysiert werden. Es gilt, Interdependenzen zwischen Bonding, Bridging und Linking in den Blick zu nehmen, Gelingensfaktoren und Stolpersteine auf dem Weg zu mehr Miteinander offenzulegen und die Frage zu beantworten, welche Raumproduktionen und Raumwirksamkeiten Aktivitäten des Bonding, Bridging und Linking entfalten. Somit soll die Frage beantwortet werden, wie es gelingen kann, mit Bonding, Bridging und Linking zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt und Miteinander in einem superdiversen Stadtraum wie Hochfeld beizutragen.

Inhalte
  1. Hochfeld-Exkursion
  2. Literaturanalysen zu Begriffen, Konzepten, Diskursen und deren theoretischer Einbettung: Ankunftsräume und Superdiversität, Netzwerke und Akteurskonstellationen, Begegnungsorte, Soziales Kapital (Bonding/Bridging), gesellschaftlicher Zusammenhalt, Postmigrantische Debatten usw.
  3. Austausch/Zusammenarbeit mit in und für Hochfeld engagierten Akteurinnen und Akteuren, z.B.: Stadtteilbüro, Zukunftswerkstatt, Schulen, Jugendeinrichtungen, Religionsgemeinschaften, Initiativen, Vereine, etc.
  4. Empirische Untersuchungen in Hochfeld 
Aufbau

Sommersemester 2026

Wir beginnen mit einer Exkursion durch Hochfeld am 11.07.2026 von 10-15 Uhr (inkl. Pause), um sich mit dem Untersuchungsraum vertraut zu machen. Die Eindrücke werden an einem Blocktag (18.07., 10-17 Uhr, inkl. Pause) reflektiert und mit den für das Seminar relevanten Begrifflichkeiten in Verbindung gebracht. Ziel des Blocktages ist das Herausarbeiten der Untersuchungsthemen, die im Wintersemester 26/27 in Kleingruppen theoriegeleitet und empirisch bearbeitet werden sollen, sowie die Grundlegung für die Erarbeitung der Untersuchungsdesigns. Ihre Aufgabe über die vorlesungsfreie Zeit wird es sein, bis zur ersten Sitzung im WiSe am 15.10. auf Basis der Fachliteratur ein erstes Forschungsdesign in ihrer Kleingruppe zu erarbeiten. Zur Vorbereitung nehmen Sie zudem an der Abschlussveranstaltung des aktuellen Studienprojekts „Netzwerke, Lebenswelten, Raumbezüge von Menschen in migrantisch geprägten Ankunftsräumen“ teil, die am 23.07. ab 17 Uhr im Jugendzentrum Blaues Haus in Hochfeld stattfindet. Nähere Infos erhalten Sie nach der Anmeldung.  

Wintersemester 2026/27 (wöchentlich stattfindendes Seminar)

Im Oktober und November konkretisieren wir Ihre Forschungsdesigns, erarbeiten gemeinsam weitere Teile des fachwissenschaftlichen Diskurses und gehen auf mögliche Erhebungs- und Auswertungsmethoden ein. Im Dezember und Januar erheben sie die empirischen Daten, werten diese aus und präsentieren sie abschließend in Hochfeld, voraussichtlich am 04.02.2027. Die Abschlussberichte können als Gruppenleistung bis zum 28.02.2027, 23:59 per E-Mail eingereicht werden.

Literatur

Williams, T. (2025): Breaking Down Social Capital: What Is IT and What Does It Mean for Community Development Organizations? Community and Economic Development Bulletin, School of Government, The University of North Carolina at Chapel Hill, No. 11, July 2025, 1-10.

Hans, N. et al. (2020): Ankunftsquartiere als Kontext der Integration. In: Jepkens, K. et al. (Hrsg.): Integration im Sozialraum. Theoretische Konzepte und empirische Bewertungen, Wiesbaden, 163-176.

Pries, L. (2025): Migration. Frankfurt a.M.. (Kleine Reihe Soziologie)

Schramm, C.; Pries, L. (2024): Komplexe Migration – Differenzierte Integration. Lokale Dynamiken zwischen Rumänien/Bulgarien und dem Ruhrgebiet. Baden-Baden. (Migration & Integration, Bd. 15)


Veranstaltungen im Sommersemester 2026

Dozierende:Uta Hohn, Roman Fritz
Lehrveranstaltungsart:Seminar
Anmeldung:Das Anmeldeverfahren läuft über die Wahlwoche (Link) des Geographischen Instituts. Beachten Sie dazu unbedingt regelmäßig die Studinews.

Fortführung aus dem Wintersemester, keine Anmeldung erforderlich.

Prüfungsleistung:

Abschlussbericht mit Präsentation vor Ort

Zielgruppe:

Studierende mit Interesse, sich mit den Lebenswelten von Menschen in migrantisch geprägten Ankunftsräumen auseinanderzusetzen und am Beispiel Hochfelds die lokalen bis transnationalen Vernetzungen dieser Lebenswelten und ihre Raumwirksamkeiten empirisch zu erforschen.

Voraussetzungen:Erfolgreicher Abschluss der Methodenseminare des 2. Studienjahrs B.Sc. wird empfohlen
Ziele
  • Gewinnung von vertieften Einblicken in die Lebenswelten von Menschen in superdiversen Ankunftsräumen mit einem Fokus auf der Herausarbeitung ihrer lokalen bis internationalen Vernetzungen und den damit verbundenen Raumwirksamkeiten
  • Differenzierung der Untersuchungsgruppen nach Herkunftsräumen, Alter, Geschlecht usw. mit einem Fokus auf den Migranten und Migrantinnen aus Bulgarien, insbesondere Shumen
Inhalte

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  1. Literaturanalysen zu Begriffen, Konzepten, Diskursen und deren theoretischer Einbettung: Ankunftsräume und Superdiversität; lokale bis transnationale bzw. internationale Lebenswelten und Netzwerke, Migrationsmotive und Migrationspolitik usw.
  2. Austausch/Zusammenarbeit mit Maurice Hermans, Forscher und Künstler aus Heerlen/NL, im Rahmen der Anti-City Guide Buchprojekte Heerlen/Zenica und Hochfeld/Shumen
  3. Empirische Untersuchungen in Hochfeld 
Aufbau

Im ersten Teil des Studienprojekts werden das fachwissenschaftliche Fundament und die Methodik für die empirischen Untersuchungen erarbeitet. Dies geschieht über gemeinsame Lektürearbeiten in Verbindung mit Impulsreferaten (Studienleistungen) und durch methodische Pretests Vor-Ort. Im zweiten Teil, der vor allem das SoSe 2026 umfassen wird, stehen in Teamarbeit die empirischen Erhebungen an, die zum Abschluss mit den am Projekt Teilnehmenden diskutiert werden sollen. Im Idealfall werden daraus Beiträge für den Anti-City Guide Hochfeld/Shumen entstehen, der zur IGA 2027 erscheinen soll.

Literatur

Böckler, S. et al. (2018): Neuzuwanderung in Duisburg-Marxloh. Bulgarische und rumänische Zuwanderer und Alteingesessene im Ankunftsquartier. Wiesbaden. (Quartiersforschung)

Hans, N. et al. (2020): Ankunftsquartiere als Kontext der Integration. In: Jepkens, K. et al. (Hrsg.): Integration im Sozialraum. Wiesbaden.

Pries, L. (2025): Migration. Frankfurt a.M.. (Kleine Reihe Soziologie)

Pries, L. (2024): Klassische Theorien der Migration. In: Röder, A.; Zifonun, D. (Hrsg.): Handbuch Migrationssoziologie. Wiesbaden, S. 89-116.

Schramm, C.; Pries, L. (2024): Komplexe Migration – Differenzierte Integration. Lokale Dynamiken zwischen Rumänien/Bulgarien und dem Ruhrgebiet. Baden-Baden. (Migration & Integration, Bd. 15)

Der erste Termin am 16.04.2026 findet im physisch-geographischen Labor statt.

Dozierende:Benjamin Heyde
Lehrveranstaltungsart:Seminar
Anmeldung:Das Anmeldeverfahren läuft über die Wahlwoche (Link) des Geographischen Instituts. Beachten Sie dazu unbedingt regelmäßig die Studinews.

meldung nicht erforderlich, da Fortführung aus dem Wintersemester

Prüfungsleistung:

Abschlussbericht mit Präsentation vor Ort (SoSe 2026)

Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich an Studierende des Bachelor-Studiengangs Geographie, insbesondere an jene, die ein Interesse an angewandten Umweltthemen, Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz und interdisziplinären Ansätzen im Bereich der Boden und Wasser- und Stoffkreislaufwirtschaft haben.

Voraussetzungen:Erfolgter Abschluss der Methodenseminare des 2. Studienjahrs B.Sc. wird empfohlen
Ziele

Ziel des Seminars ist es, die Studierenden mit der Bedeutung von Abwasser als potenziell wertvollem Rohstoff vertraut zu machen. Dabei sollen sie Fähigkeiten entwickeln, komplexe Zusammenhänge zu analysieren, innovative Nutzungsmöglichkeiten zu bewerten sowie umwelt- und sozialverträgliche Lösungen zu erarbeiten und kritisch zu diskutieren.

Inhalte

Im Mittelpunkt stehen innovative Konzepte und Fallstudien zur Wiederverwendung von Abwasser und darin enthaltenen Ressourcen (z.B. Nährstoffe, Wasser, Energie). Dazu gehören Methoden der Behandlung und Aufbereitung, Potenziale und Risiken der Abwassernutzung in Landwirtschaft, Industrie und urbanen Räumen sowie umweltpolitische und sozioökonomische Rahmenbedingungen.

Aufbau

Das Seminar kombiniert theoretische Grundlagen mit einem starken Praxisbezug. Es besteht aus einem ersten Projekt- und Literaturrechercheteil, in dem die Studierenden geeignete Abwasserqualitäten für die landwirtschaftliche oder industrielle Nutzung identifizieren. Basierend auf dieser Auswahl führen die Teilnehmenden eigene Beprobungen durch.

Im Anschluss daran folgt ein umfangreicher Praxisteil im Labor, in dem die Studierenden die Proben analytisch untersuchen. Zu den durchgeführten Analysen zählen:

  • Elementgehalte (C, N, S),
  • pH-Wert-Bestimmung
  • Bestimmung des biochemischen Sauerstoffbedarfs (BSB)
  • verschiedene photometrische Messungen
  • Analytik organischer Schadstoffe mittels UPLC-MS/MS

Ergänzt wird das Seminar durch Einführungsvorträge, eigenständige Recherchearbeiten, Gruppenarbeiten sowie regelmäßige Diskussions- und Feedbackrunden. Zum Abschluss präsentieren die Studierenden ihre Ergebnisse und erarbeiteten Nutzungsvorschläge in einer Abschlusspräsentation vor Ort und reichen ergänzend einen schriftlichen Bericht ein.

Literatur
  • Heyde, Benjamin J.; Braun, Melanie; Soufi, Leila; Lüneberg, Kathia; Gallego, Sara; Amelung, Wulf et al. (2025): Transition from irrigation with untreated wastewater to treated wastewater and associated benefits and risks. In: npj Clean Water 8 (1). DOI: 10.1038/s41545-025-00438-6.
  • Drechsel, Pay; Qadir, Manzoor; Wichelns, Dennis (Hg.) (2015): Wastewater. Dordrecht: Springer (Environment). Siemens J, Siebe C, Heyde B, Mulder I, Grohmann E, Soufi L, Gallego S, Smalla K, Prado B (2023).
  • Functioning soil is the basis for sustainable wastewater irrigation, Welternährung https://www.welthungerhilfe.org/global-food-journal/rubrics/climate-resources/functioning-soil-for-successful-wastewater-irrigation [08.05.2025]
Dozierende:Benjamin Bechtel
Lehrveranstaltungsart:Seminar
Anmeldung:Das Anmeldeverfahren läuft über die Wahlwoche (Link) des Geographischen Instituts. Beachten Sie dazu unbedingt regelmäßig die Studinews.

Anmeldung nicht erforderlich, da Fortführung aus dem Wintersemester

Prüfungsleistung:

Schriftliche Ausarbeitung

Zielgruppe:

Studierende der Bachelorstudiengänge mit Interesse, sich in Klimatologie zu vertiefen. Messerfahrungen sind vorteilhaft, aber nicht erforderlich. Studierende aus anderen Fachrichtungen sind willkommen.

Voraussetzungen:Interesse an klimatologischen und Umweltfragen
Ziele

Viele Umweltprobleme wie Luftverschmutzung, Lärm und Hitze sind auf Grund der großen Dichte menschlicher Aktivitäten in Städten konzentriert. Gleichzeitig sind hier besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen anzutreffen. Die tatsächliche Exposition ist aber häufig nicht bekannt, da diese Umweltstressoren sehr ungleich verteilt sind und sich schnell ändern. Zudem sind in besonders betroffenen Gebieten oft die wenigsten Daten verfügbar, was Fragen der Umweltgerechtigkeit eröffnet. Um eine differenzierte Bewertung der Situation vorzunehmen und Verbesserungen für die Betroffenen zu ermöglichen, fehlen daher häufig passende Daten in räumlich und zeitlich hoher Auflösung.

In diesem Kurs wollen wir uns mit verschiedenen Umweltproblemen beschäftigen und eigene Messkampagnen zu deren Bewertung konzipieren und mit geeigneten Messgeräten durchführen sowie erhobene Daten verarbeiten, aufbereiten und anschaulich darstellen.

Inhalte

Im Seminar werden wir

  • uns mit urbanen Umweltstressoren (Hitze, Lärm, Luftverschmutzung, …) auseinandersetzen
  • und dazu eigene, relevante Fragestellungen entwickeln
  • uns wissenschaftlich mit Konzeption und Aufbau von Messnetzen beschäftigen,
  • bei Bedarf selbst Sensorsysteme bauen oder zusammenstellen und problemspezifische Messkampagnen planen,
  • Messexperimente an unterschiedlichen Standorten durchführen,
  • Daten auswerten und visualisieren,
  • Fragen der Umweltgerechtigkeit aufgreifen,
  • sowie Empfehlungen für Maßnahmen ableiten.

Dafür werden u.a. folgende Inhalte vertieft: Stadtklima, (regionaler) Klimawandel, Luftqualität, Lärm, Gesundheitsauswirkungen, Messverfahren (Meteorologie, Luftqualität, Lärm und andere Umweltparameter), Citizen Science, Sensorbau, Planung von Messnetzen/Kampagnen, Projektmanagement, Datenauswertung, Umweltgerechtigkeit.

In den letzten Jahren wurden unter anderem Projekte zu den folgenden Themen durchgeführt: Lärm und CO2 in Mensen, Feinstaub und Flechten auf dem RUB-Campus, Nachtlicht, Lärmemission von Straßen und Niederschlag; Kaltluftflüsse auf Bahntrassen; Thermischer Komfort; Steingärten

Aufbau

Der Kurs geht über zwei Semester und ist in vier Teile unterteilt: 1. Theorie, 2. Projektentwicklung, 3. Implementierung, 4. Analyse. Im ersten Semester wird vorwiegend in Kursverband gearbeitet, im zweiten Semester in Kleingruppen von 3-5 Personen.

Literatur

„Air Quality in Europe - 2020 Report — European Environment Agency“. Publication. Zugegriffen 13. Januar 2022. https://www.eea.europa.eu/publications/air-quality-in-europe-2020-report.

Grimm, Nancy B., Stanley H. Faeth, Nancy E. Golubiewski, Charles L. Redman, Jianguo Wu, Xuemei Bai, und John M. Briggs. „Global change and the ecology of cities“. science 319, Nr. 5864 (2008): 756–60.

Oke, T. R., G. Mills, A. Christen, und J. A. Voogt. Urban Climates. Cambridge University Press, 2017.

Stewart, Iain D., und Gerald Mills. The urban heat Island. Elsevier, 2021.

Szombathely, Malte von, Myriam Albrecht, Dejan Antanaskovic, Jobst Augustin, Matthias Augustin, Benjamin Bechtel, Thomas Bürk, u. a. „A Conceptual Modeling Approach to Health-Related Urban Well-Being“. Urban Science 1, Nr. 2 (12. Mai 2017): 17. https://doi.org/10.3390/urbansci1020017.

WHO. Burden of Disease from Environmental Noise: Quantification of Healthy Life Years Lost in Europe. Herausgegeben von Frank Theakston. Copenhagen: World Health Organization, Regional Office for Europe, 2011.