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DIEGOSat Phase A Studie für eine neue Satellitenmission an der RUB gestartet

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens unterstützt und fördert durch das Wirtschaftsministerium eine Machbarkeitsstudie für ein neues Satellitensystem, das unter der Leitung von Dr. Johannes Schultz in der Arbeitsgruppe Interdisziplinäre Geoinformationswissenschaften am Geographischen Institut entwickelt wird. Neben der RUB sind am DIEGOSat Projekt führende deutsche mittelständische Firmen und die Universität Bonn beteiligt. Ziel ist es, einen thermalen Infrarotsensor künftig auf einem eigenen Satelliten auf einer ähnlichen Flugbahn wie die Internationale Raumstation zu betreiben.

Im Gegensatz zu den festen Überflugzeiten sonnensynchroner Missionen ermöglicht DIEGOSat mit seiner nicht sonnensynchronen Umlaufbahn Beobachtungen zu unterschiedlichen Tag- und Nachtzeiten, was einen erheblichen Mehrwert für Anwendungen insbesondere in den Bereichen Klimaanpassung, Wettervorhersage und Umweltmodellierung mit sich bringt.

Die Fähigkeit, Variablen wie Land- und Meeresoberflächentemperatur, Feuerstrahlungsleistung oder Evapotranspiration im Tagesverlauf zu erfassen, ermöglicht ein verbessertes Verständnis und eine präzisere Analyse tageszeitlicher Prozesse.
Die spezielle Umlaufbahn erlaubt zudem bis zu drei Beobachtungen pro Tag in den mittleren Breiten. Die Einsatzmöglichkeiten reichen vom Umweltmonitoring über Sicherheit und Katastrophenschutz bis hin zu Wettervorhersage, Land- und Forstwirtschaft, Stadtplanung und Gesundheit.

Link zur Pressemeldung der RUB: https://news.rub.de/wissenschaft/2025-07-31-geografie-diegosat-fuer-klimaschutz-landwirtschaft-und-sicherheit

Link zur Pressemeldung des Wirtschaftsministeriums: https://www.wirtschaft.nrw/mit-hightech-gegen-duerre-braende-und-ernteausfaelle-land-unterstuetzt-innovatives



31. Juli 2025
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Autor:in:
Johannes Schultz

Schlagworte:
Interdisziplinäre Geoinformationswissenschaften, GI-News