Metropolregionen, verstanden als gekoppelte Mensch Umwelt Systeme, die aus urbanen Agglomerationen und dem periurbanen Einzugsgebiet bestehen, stehen sowohl vor Herausforderungen als auch vor Chancen, die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Angesichts des globalen Megatrends Urbanisierung, der den Anteil der Stadtbevölkerung an der Weltbevölkerung von etwa 55 Prozent im Jahr 2018 auf voraussichtlich 68 Prozent im Jahr 2050 steigen lassen wird, sind tiefgreifende Transformationen von Metropolregionen dringend erforderlich. Diese Transformationen zu verstehen und sie in nachhaltigere Entwicklungspfade zu lenken, ist daher von höchster gesellschaftlicher Relevanz.
Unsere Mission ist es, das wissenschaftliche Verständnis räumlicher Transformationen von Metropolregionen voranzutreiben und Strategien dafür zu entwickeln, diese Transformationen in Richtung nachhaltigerer Entwicklungspfade zu steuern. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit Wissens- und Entscheidungsträgerinnen aus, Praxis, Politik und Wissenschaft.
Wir streben nach Exzellenz in der Forschung des interdisziplinären Fachs der Geographie, um international als Zentrum für Forschung zu metropolitanen Transformationen sichtbar zu sein, um die bestmögliche Lehre anzubieten und unsere Studierenden beim Erlernen relevanter Theorien, Methoden und praktischer Anwendungen zu unterstützen und um der Gesellschaft einen Mehrwert zu bieten, indem wir zu einer nachhaltigen Transformation von Metropolregionen beitragen.[VK1] Unter nachhaltigen Transformationen verstehen wir Veränderungsprozesse in Metropolregionen, die die Ziele der nachhaltigen Entwicklung voranbringen - insbesondere in den Feldern hochwertige Bildung (SDG 4), sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen (SDG 6), bezahlbare und saubere Energie (SDG 7), nachhaltige Städte und Gemeinden (SDG 11), Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13) und Leben an Land (SDG 15).
Wir beteiligen uns aktiv an wichtigen Forschungs- und Innovationsinitiativen der Ruhr-Universität Bochum (Nachhaltigkeit, Diversität, Digitalisierung, Internationalisierung, forschungsbasiertes Lernen) und im Rahmen der Hochschulallianz Ruhr (z. B. Kompetenzfeld Metropolenforschung, Allianz für Ostasien Ruhr). Unsere Forschung und Lehre steht im Einklang mit wichtigen internationalen Forschungsinitiativen, wie sie unter anderem vom Global Land Program (GLP) und dem Program on Ecosystem Change and Society (PECS) von Future Earth festgelegt wurden. Unsere Arbeit ist international ausgerichtet und konzentriert sich auf den Wandel von Metropolregionen in Europa, Südamerika, Subsahara Afrika, Asien und darüber hinaus.
Wir betrachten die gemeinschaftliche Erarbeitung unserer exzellenten Forschungsergebnisse nicht als Selbstzweck, sondern als Grundlage, um gesellschaftliche Wirkung zu erzielen und zur Förderung vielfältiger Transformationen hin zu einer nachhaltigeren Metropolenentwicklung beizutragen.
Wir tun dies, indem wir unsere Forschung in lokale Initiativen einbetten, darunter Bemühungen um einen nachhaltigen Campus der Ruhr-Universität und die Förderung von Living Labs für nachhaltige Transformationen in Stadtvierteln, Städten und Metropolregionen. Ein wichtiger Beitrag in dieser Hinsicht ist auch unser Fokus auf geographiedidaktischen und forschungsbasierten Unterricht, der darauf abzielt, die geografische Kompetenz und das Verständnis von Schülern, Studenten und Weiterbildungsstudierenden im Kontext des lebenslangen Lernens zu verbessern und angehende Lehrer in Fragen der nachhaltigen Entwicklung zu schulen.