Das Projekt REFLECT entwickelt ein international ausgerichtetes partizipatives Lehrformat, das Methoden der Fernerkundung, der geoinformationsgestützten Umweltanalyse und der empirischen Feldforschung miteinander verbindet. Dabei werden insbesondere Fragestellungen zu Landnutzungswandel, Wassermanagement und Klimaanpassung aufgegriffen. Im Zentrum steht auch die praxisnahe Qualifizierung von Studierenden, sowie deren Einbindung in die Gestaltung und Reflexion des Lehr- und Lernprozesses.
In einem deutsch-kenianischen Austauschformat entwickeln und bearbeiten Studierende beider Länder gemeinsam anwendungsorientierte Forschungsfragen und verknüpfen Fernerkundungsdaten mit lokal erhobenen Referenz- und Validierungsdaten. Die Studierenden planen und durchlaufen dabei eigenständig zentrale Phasen des Forschungsprozesses von der Fragestellung über die Datenerhebung und Analyse bis zur Ergebnisaufbereitung. Hierbei wird auch ein Fokus auf die Einbindung lokaler Akteur:innen, als Teil der transdisziplinären Arbeit der Studierenden gelegt.
REFLECT legt zugleich einen besonderen Schwerpunkt auf die methodenkritische und interkulturelle Reflexion wissenschaftlicher Arbeitsprozesse. Die Studierenden setzen sich mit Themen, wie Datenqualität oder der Übertragbarkeit raumbezogener Analyseergebnisse auseinander. Durch die Arbeit in internationalen Teams werden zudem interkulturelle Kommunikations- und Kooperationskompetenzen gefördert. Die hohe Praxisnähe des Projekts soll die Motivation der Studierenden stärken und die gesellschaftliche Relevanz geographischer Umweltforschung erfahrbar machen. Abschließend werden die Projektergebnisse in digitalen Formaten aufbereitet und für zukünftige Lehrveranstaltungen nutzbar gemacht.
Rahmendaten
Projekt-Kennung: 3004-0224
Zeitraum: 2026-04-01 - 2028-03-31
Antragsteller:in: