Im Seminar werden die Ideen bedeutender Autoren des 20. Jahrhunderts diskutiert und Themen wie Ideologie, politische Ökonomie und Kolonialismus mit unseren alltäglichen Erfahrungen verknüpft.
Warum nehmen wir bestimmte Orte als „entwickelt“ und andere als „rückständig“ wahr? Wie entstehen Kategorien wie „Zentrum“ und „Peripherie“, „Okzident“ und „Orient“, „modern“ und „traditionell“ oder „wir“ und „sie“? Und noch wichtiger: Wessen Interessen dienen sie?
Dies sind nur einige der Fragen, mit denen sich der Kurs befassen wird. Wir werden bahnbrechende Ideen von Lefebvre, Marcuse, Milton Santos, Harvey und anderen lesen und diskutieren. Außerdem werden wir uns mit Filmen und aktuellen Ereignissen auseinandersetzen. Dabei werden wir der Frage nachgehen, wie diese Denksysteme uns helfen, zeitgenössische Themen zu verstehen: Gentrifizierung und Wohnungskrisen, Grenzen und Migration, (Un-)Gerechtigkeit im Klimabereich, geschlechtsspezifische Ungleichheiten und das Fortbestehen kolonialer Logiken in globalen Lieferketten.
Das Seminar wird im Optionalbereich angeboten, wird aber auch im Wahlpflichtbereich Geografie für BA- und BSc-Studierende anerkannt. Eine detaillierte Beschreibung des Seminars finden Sie hier.
Der Kurssprache ist englisch.
Anmeldungen zur Anerkennung im Wahlbereich Geographie und im Optionalbereich bitte per E-Mail unter Angabe Ihrer Matrikelnummer an Ricardo.GellertParis@ruhr-uni-bochum.de und info-geographie@rub.de.