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Klimabildung im Geographieunterricht

Dissertation Ellerbrake
Der neue Doktor (mittig) mit seinen beiden Betreuern Jun.-Prof. Dr. Hannes Schmalor (rechts) und Prof. Dr. Stephan Schuler (links) © privat
Der neue Doktor (mittig) mit seinen beiden Betreuern Jun.-Prof. Dr. Hannes Schmalor (rechts) und Prof. Dr. Stephan Schuler (links) © privat

Mit Vorstellungen von Schüler:innen zur Klimaanpassung setzte sich Dr. Marko Ellerbrake in seiner Dissertation auseinander, die er Anfang Mai erfolgreich verteidigte. Die Arbeit legte dabei einen fachlichen Schwerpunkt auf den Bereich Hitze und untersuchte, welche Vorstellungen Schüler:innen zum Konzept Klimaanpassung und konkreten Klimaanpassungsmaßnahmen besitzen. Durch leitfadengestützte Interviews konnten so zentrale Denkweisen rekonstruiert werden.

Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass Klimaanpassung häufig mit Klimaschutz verwechselt wird und Anpassungsmaßnahmen nur schwer von allgemeinen Umweltschutzmaßnahmen abgegrenzt werden können. Gleichzeitig wird die Betroffenheit durch Klimafolgen im eigenen Lebensumfeld, etwa durch Hitze in deutschen Städten, oft unterschätzt. Auffällig ist, dass besonders alltagsnahe, verhaltensbezogene Maßnahmen (z. B. die Anpassung des eigenen Verhaltens bei Hitze) bereits gut anschlussfähig an vorhandene Vorstellungen sind.

Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelt die Dissertation konkrete didaktische Leitlinien für den Unterricht, die von sprachsensiblen Zugängen über lebensweltnahe Lernsettings bis hin zu handlungsorientierten Gestaltungsaufgaben reichen. Ziel ist es, Lernangebote so zu gestalten, dass sie bestehende Vorstellungen berücksichtigen und so einen konzeptuellen Lernfortschritt im Sinne der Klimabildung ermöglichen.

Die Dissertation mit dem Titel „Schüler:innenvorstellungen zur Klimaanpassung am Beispiel von Hitze – ein Beitrag zur Klimabildung im Geographieunterricht“ wurde von Jun.-Prof. Dr. Hannes Schmalor (und Prof. Dr. Stephan Schuler betreut. Die Entwicklung der Arbeit wurde lange von Prof. Dr. Karl-Heinz Otto begleitet, der im Februar plötzlich und viel zu früh verstarb.



08. Mai 2026
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Autor:in:
Hannes Schmalor

Schlagworte:
Geographiedidaktik, GI-News