Der Kurs „Umweltfernerkundung und GIS“ kann innerhalb des Moduls „Geoinformationssysteme und Fernerkundung“ im Masterstudiengang als wählbarer Kurs belegt werden und vermittelt theoretisch und praktisch die Grundlagen der Fernerkundung sowie die Arbeit mit Geographischen Informationssystemen (GIS).
Im Fokus stehen strukturierte Ansätze zur Bearbeitung raumbezogener Fragestellungen sowie die rechnergestützte Verarbeitung, Analyse und Visualisierung geographischer Daten. Die Studierenden erlernen den gesamten Analyseprozess von der Datenerhebung über die Auswertung und Modellierung bis hin zur Darstellung der erarbeiteten Informationen.
Der Kurs befasst sich inhaltlich mit modernen Fernerkundungsdaten, insbesondere aus aktuellen Erdbeobachtungsmissionen wie den Sentinel-Satelliten des Copernicus-Programms der ESA und den neuen Missionen der NASA (z.B. Landsat 8 und 9). Behandelt werden verschiedene Fernerkundungstechniken, darunter multispektrale, hyperspektrale, thermische und RADAR-Verfahren, sowie deren Anwendung in der Beobachtung von Landoberflächen, urbanen Räumen, Ozeanen und der Atmosphäre.
Schließlich soll ein Verständnis dafür geschaffen werden, wie dieses partielle Wissen in ganzheitlichere Modellierungsansätze für das Erdsystem integriert werden kann und somit die Politik und die Entscheidungsfindung in Bezug auf Umweltprobleme unterstützt.
Der Kurs ist in mehrere thematische Blöcke gegliedert, in denen theoretische Grundlagen zu Sensoren und Methoden vermittelt und durch praktische Beispielanalysen mit GIS ergänzt werden. Dabei kommt überwiegend die Open-Source-Software SAGA zum Einsatz, die den Studierenden auch über das Studium hinaus zur Verfügung steht.
