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Crowdbike von Lufttemperaturen mit Fahrrädern

Im Seminar „Crowdbike von Lufttemperaturen mit Fahrrädern“ beschäftigten sich Masterstudierende über ein Semester hinweg mit der mobilen Erfassung des Stadtklimas. Ziel war es dabei, durch selbst erhobene Daten ein besseres Verständnis städtischer Wärmeinseln und lokaler Klimaprozesse zu gewinnen. Dazu bauten die Studierenden eigenständig Messinstrumente bestehend aus einem Raspberry Pi Zero, einem Temperatur- und Feuchtesensor (SHT-85), Feinstaubsensoren (PM10 und PM2,5), GPS und einer Powerbank zur Stromversorgung. Nach der Kalibrierung der Sensoren an der Rudolph-Geiger-Station, nahe der Ruhr-Universität, richteten sie die Systeme zu Hause ein und planten Messrouten im Bochumer Stadtgebiet.

Es wurden dabei drei Messkampagnen in Bochum durchgeführt:

  • Gesamtstädtische Wärmeinsel
  • Stadtpark und Kühlleistung von Grünflächen
  • Geländeklima und Kaltluftabfluss im Lottental und am Kemmnader See

Die Nutzung von Fahrrädern und dem Crowdsourcing-Ansatz bietet viele Vorteile wie das Befahren flexibler und längerer Strecken, ohne Emissionen zu verursachen, welche die Messergebnisse verfälschen könnten. Außerdem konnte eine höhere räumliche Auflösung erzielt werden als mit stationären Messungen. Die erhobenen Daten wurden von den Studierenden eigenständig ausgewertet und interpretiert.