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18.05.2021 10:01 Age: 31 Tage
Category: Geographie

Mit einem Minisatelliten die Erde beobachten

Während des Deutschen CanSat Explorer Wettbewerbs 2020/21 entwickelten und konstruierten Teams aus ganz Deutschland mit Schüler*innen ab 14 Jahren ihre eigenen Minisatelliten. Die Aufgabe der Satelliten in der Größe einer Getränkedose ist die Lokalisation von Objekten am Boden. Nach sieben Monaten Arbeit unter Berücksichtigung von Kontaktbeschränkungen und Heim-Unterricht werden die fertigen CanSats am 25. Mai 2021 (alternativ z.B. bei schlechten Wetterverhältnissen am 27. oder 31. Mai 2021) mit einer Rakete auf eine Höhe von einem Kilometer gebracht und erfüllen während des Rückflugs am Fallschirm hängend ihre Aufgaben. Lernen Sie die Teams beim Online-Event kennen und beobachten Sie den Start der Raketen mit den CanSats live.


Die Minisatelliten werden mit einer Rakete auf eine Höhe von einem Kilometer gebracht und erfüllen während des Rückflugs am Fallschirm hängend ihre Aufgaben. (ESERO Germany / CC BY 3.0 DE)

CanSat leitet sich vom englischen Wort für Dose (Can) und Satellit ab und beschreibt einen Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose. (ESERO Germany / CC BY 3.0 DE)

Teams von Jugendlichen haben kreativ und innovativ an der Entwicklung von kleinen Satelliten mit bestimmten Fähigkeiten gearbeitet. (ESERO Germany / CC BY 3.0 DE)

Über den CanSat Explorer Wettbewerb:

Der Deutsche CanSat Wettbewerb findet seit 2014 jährlich in Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen der Luft- und Raumfahrtindustrie statt. Während der Covid-19-Pandemie wurde der Wettbewerb erstmals in rein virtueller Form durchgeführt. Bewerben konnten sich Teams aus Schüler*innen ab 14 Jahren und einer betreuenden Person aus ganz Deutschland. Der konstruierte Minisatellit in der Größe einer Getränkedose soll beispielsweise mit Hilfe von Kameras unbekannte Objekte am Boden detektieren, ähnlich wie bei einer Satellitenmission auf einem fremden Planeten.

Innerhalb der letzten sieben Monate haben die Teams motiviert an ihren Satelliten und dabei kreativ und innovativ an der Erfüllung der Aufgabe gearbeitet. So nutzt ein Team zum Beispiel einen Ausfahrmechanismus für Kameras in Kombination mit einer kugelgelagerten Befestigung des Fallschirms, um optimale Aufnahmen während des Fluges zu machen. Durch Öffentlichkeitsarbeit, Sponsorensuche und Projektplanung durchlaufen die Teams zusätzlich zur Konstruktion des Satelliten und Fallschirms alle Phasen einer realen Raumfahrtmission. Neben der Konstruktion des Satelliten gehört auch die Auswertung der aufgenommenen Bilddaten zu den technischen Herausforderungen, welche die Teams lösen möchten. Ein Team greift hierbei zum Beispiel auf eine künstliche Intelligenz zurück. Ihre Ergebnisse präsentieren die jungen Wissenschaftler*innen am 17. Juni 2021 bei einem virtuellen Abschlussevent Expert*innen der Luft- und Raumfahrtbranche.

Im Mai 2021 steht den Teams nach langer Arbeit der spannendste Moment jeder Raumfahrtmission bevor - der Start und Einsatz der Satelliten. Dafür haben die Teams ihre CanSats inklusive einer Betriebsanleitung an die Organisatoren des Wettbewerbes in Bremen gesendet. Am 25. Mai 2021 ab 13:00 Uhr findet auf dem Flugplatz Rotenburg (Wümme) der Start der CanSats statt (alternativ z.B. bei schlechten Wetterverhältnissen am 27. oder 31. Mai 2021). In einem moderierten Rahmenprogramm werden die teilnehmenden Teams und ihre CanSats vorgestellt. Das Event kann live mitverfolgt werden unter https://dlrschoollab.keymachine.eu/b/dr--e9v-hhc-g41.

Die Bewerbungsphase des nächsten CanSat-Wettbewerbes startet im August 2021. Weitere Informationen sowie die Richtlinien und das Bewerbungsformular sind dann auf www.cansat.de zu finden. Die Bochumer Geographin Christina Nadolsky ist als Ansprechpartnerin für die Teams und Mitglied der Jury in den Prozess involviert.

Alle Mitveranstalter, Förderer und Partner auf einen Blick:

ArianeGroup, Auf Distanz, Bremen Airport, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), DSI Aerospace Technologie GmbH (DSI), Europäische Union über den European Regional Development Fund, Europäische Weltraumorganisation (ESA), European Space Education Resource Office Germany (ESERO Germany), Flugplatz Rotenburg (Wümme), Gymnasium Vegesack, Institut für Aerospace-Technologie (IAT) der Hochschule Bremen, moskito 360° Markenagentur, OHB Bremen, Rocketronics, Ruhr-Universität Bochum, Space Rocket Technology UG, Spacebenefit e.V., Technisches Bildungszentrum Mitte, VDI e.V. Bremer Bezirksverein, Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen. Schirmherrin des Wettbewerbes ist die Bremer Senatorin für Kinder und Bildung Dr. Claudia Bogedan.

Kontakt:

Christina Nadolsky
ESERO Germany
Tel.: +49178 236 2323
E-Mail: info(at)cansat(dot)de

CanSat in den sozialen Netzwerken:

Facebook: Deutscher CanSat Wettbewerb
Instagram: @cansatde
Twitter: @cansatde