Exkursionen

Exkursion Vulkaneifel 15.06. - 18.06.2006

Die Exkursion der LÖK-AG in die Vulkaneifel war an naturlandschaftlicher Vielfalt kaum zu übertreffen.
So standen neben zahlreichen geologischen Phänomenen Galmeifluren, Moore, Kalkmagerasen, Hangschluchtwälder und faunistische Besonderheiten auf dem Programm.
Den Einstieg dieser abwechslungsreichen Exkursion gaben die Galmeiwiesen im NSG Schlangenberg bei Stolberg. Hier finden sich im Boden Eisen-, Blei- und Manganverbindungen, die in der Vergangenheit als Galmeierze bergbaulich gewonnen wurden. Charakteristisch für diesen Standort sind die polsterartig wachsenden Galmeiveilchen.






















Galmeiveilchen (Foto: Adamczak 2006)

Weiter ging es über die belgische Grenze, hinein ins Hohe Venn, einem stark degradierten Moor, dass nur wenig charakteristische Pflanzenarten des Moores aufweist.
Über orchideenreiche Kalkmagerrasen gelangten wir ins Strohner Märchen, einem kleinen verlandeten Maar, in dem sich ein Moor ausgebildet hat.






















NSG Strohner Märchen: verlandetes Maar (Foto: Fuchs 20)

Die geologische Attraktion stellte, neben zahlreichen eindrücklichen Steinbrüchen und großen Lavabomben, der „Wallende Born“ von Wallenborn dar. Alle 35 Minuten erklung aus der Tiefe ein "lautes Grollen" und eine mehr als ein Meter hohe Wassersäule schoß aus der Erde.





















Wallende Born von Wallenborn: einziger aktiver Geysir Deutschlands (Foto: Fuchs 2006)

Die Einblicke in vielfätlige Naturlandschaften wurden durch die Weinberghänge an der Mosel am letzten Exkursionstag abgerundet. Hier säumte thermophile Vegetation die Hänge, die während des Aufstieges näher betrachtet werden konnte. Die "Gipfelstürmer" wurden neben der Durchquerung eines schattenspendenden thermophilen Flaumeichenwaldes noch mit einem sehr eindruckvollen Blick über das Moseltal belohnt.





















Kalmont - steilster und höchster Weinberg an der Mosel (Foto: Schulz 2006)












Blick über das Moseltal (Foto: Mörtl 2006)

In dem nahe gelegenden NSG Dortebachtal konnten faunistische Besonderheiten, wie der Apollofalter und Feuersalamanderquappen bewundert werden.