Wangerooge Exkursion

Seit 2002 finden Exkursionen auf die Insel Wangerooge statt. Im Mittelpunkt stehen die rezenten küstenmorphologischen Veränderungen. Hierzu zählen die weitgehend natürlichen Veränderungen durch winterliche Sturmfluten, welche in den letzten Jahren zu einer drastischen Rückverlagerung des Dünenkliffs geführt haben, die raumzeitliche Dynamik der Strandwälle und Strandpriele sowie die Materialverlagerungen durch küstenparallele Meeresströmungen und Winde. Durch letzteren Prozess wandert die Insel seit ihrem Bestehen in Richtung Osten. Daneben greift auch der Mensch aktiv in das Formungsgeschehen ein. Jedes Frühjahr wird mit großem Aufwand Sand am breiten Oststrand abgebaggert und nach Westen transportiert, um dort den Badestrand künstlich aufzuhöhen.
Neben diesen Veränderungen der Strandmorphologie lässt sich auf Wangerooge auch die typische Landschaftsgliederung der Ostriesischen Inseln mit ihren verschiedenen Dünengenerationen, Groden, Salzwiesen und dem südlich anschließenden Watt studieren.

 

Bilder zum vergößern bitte anklicken.

Links: Hohes Dünenkliff mit erkennbarer Schichtung der Dünensande.
Rechts: GPS-Vermessungen entlang des Dünenfußes bestätigen die enorme Rückverlagerung des Dünenkliffs.

Links: Der einst von den Dünen „begrabene“ Weg wurde im Winter 2006-07 durch Küstenerosion  wieder freigelegt.
Rechts: Durch wiederholte Messungen des Pfahlüberstandes an den Buhnen lässt sich das Vorrücken der Standwälle und Standpriele nachvollziehen.

Vergleich von Tidehoch- und Tideniedrigwasser.

Künstliche Sandauffahrten zur Aufhöhung des Hauptbadestrandes am Inselort.

Blick vom Deich an der Südküste Wangerooges auf die Salzwiesen und das dahinter anschließende Watt.

Links: PKW gibt es auf Wangerooge keine, wichtiges Transportmittel ist daher die Inselbahn.
Rechts: Vermessung des Strandreliefs mit Hilfe einer Totalstation.

Links: Interessante Struktur sich kreuzender Strömungsrippel im Bereich des Nassstrandes.
Rechts: Typisches Strandpriel bei Tideniedrigwasser.

Links: Im Bereich des breiten Trockenstrandes im Osten Wangerooges führt die korngrößenselektive Deflation zur Ausbildung eines Muschelpflasters.
Rechts: Natürlich darf auch eine Wattwanderung nicht fehlen.  Das Watt ist bei Ebbe übersäht von den Ausscheidungen des Wattwurms.

Sogenannte Helmpflanzungen von Strandhafer zur Befestigung der Weißdünen.

Sicherlich kein Schmuckstück: Befestigte Küste im Westen der Insel.

Krönender Abschluss der Exkursion 2007 während der Rückfahrt mit der Fähre.