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China-Reise im Projekt "Sustainable Integrated Land Management in Former and Present Mining Areas"

Themen wie „Ecological Renaissance in Post-industrial Urban Landscapes“ und „From Parochial Politics to Regional Governance Structures – Paradigm Shift in Urban Planning“ standen auf dem Vortagsprogramm der China-Reise von Dr. Angela Hof, Till Kasielke und Prof. Dr. Harald Zepp (Physische Geographie), Prof. Dr. Uta Hohn und Anna Nelting (Humangeographie), Matthias Falke und Prof. Dr. Karl-Heinz Otto (Didaktik) sowie von Christiane Döll und Dr. Andreas Redecker des Geographischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum.

Ziel der Reise vom 22. bis 30. Mai 2010 war ein Erfahrungsaustausch hinsichtlich Konzepten,Methoden und Projekten zur Restrukturierung von Bergbaufolgelandschaften in Deutschland und China. Den Auftakt bildete eine wissenschaftliche Tagung in der China University of Geosciences in Beijing, u.a. mit Mitgliedern des China Geological Survey, des China Aero Geophysical Survey and Remote Sensing Center for Land and Resources und der University of Geoscience. Es folgten Workshops in Taiyuan, der Hauptstadt der Provinz Shanxi, und Changchun, der Hauptstadt der Provinz Jilin im Nordosten von China.

In einer Posterausstellung, die von uns in Deutschland erstellt wurde, und in den Vorträgen wurden die Voraussetzungen einer erfolgreichen Verbesserung der Umweltsituation im Ruhrgebiet transparent gemacht und die politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die relevanten Institutionen und Akteure benannt. Des Weiteren wurden Probleme der ökologischen Revitalisierung des Ruhrgebiets erläutert, zugleich aber Strategien, Konzepte und Instrumente zu deren Bewältigung aufgezeigt.

Auf dem Programm standen auch die Besichtigung des „Ruhr Area Research Center“ in Taiyuan sowie Exkursionen. So gelangten wir mit einer Polizei-Eskorte als Geleitschutz schnell und sicher zum Pingshuo Tagebau und von dort zu Renaturierungs- und landwirtschaftlichen Pilotprojekten im Nordern der Provinz Shanxi. Auf dem Rückweg besuchten wir die Yungang-Grotten, buddhistische Höhlentempel, die im Zeitraum 460-525 n. Chr. aus dem Sandstein herausgearbeitet wurden. Ohne Geleitschutz führte eine weitere Exkursion in Stadterweiterungsgebiete Changchuns und in die monostrukturierten Automobil-Industriegebiete der Stadt.

In der Business School of Jilin University, auf dem letzten Teil der Reise, wurden Möglichkeiten des Austausches von Lehrangeboten diskutiert. Insbesondere wurde von der deutschen Delegation das Konzept eines Internationalen M.Sc.-Studiengangs ‚Transformation of Urban Landcapes‘ vorgestellt.

Die Reise wurde im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung 2009/2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Das BMBF unterstützte 50 bilaterale Projekte, Veranstaltungen und Workshops, die die deutschchinesische Kooperation in Bildung und Forschung sowie in Wissenschaft und Technologie fördern – im Sinne des Mottos: Zusammen auf dem Weg des Wissens. Weitere Informationen unter: http://www.deutsch-chinesisches-jahr-2009-2010.de.

 

Kontakt:
Prof. Dr. Harald Zepp
harald.zepp(at)rub(dot)de
Tel.: +49 234 32-23313

Christiane Döll
Christiane.Doell(at)rub(dot)de
Tel.: +49 234 32-22503

 

Gruppenfoto mit chinesischen und deutschen Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern im Mai 2010 in Beijing

Gujiao Kokerei in Shanxi