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03.03.2020 10:36 Age: 31 Tage
Category: Geographie
By: Edler

Neue Ergebnisse zur kognitiven Verarbeitung und Darstellung von Volunteered Geographic Information (VGI)

veröffentlicht in PLoS ONE


Unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Dickmann wirken Wissenschaftler am Geographischen Institut seit 2016 am DFG-Schwerpunktprogramm "Volunteered Geographic Information: Interpretation, Visualisierung und Social Computing" (SPP 1894) mit. Das aktuell am GI geförderte DFG-Projekt (2019-2022) trägt den Titel „Die Wirkung von Landmarken-Unschärfen in VGI-basierten Karten: Ansätze zur Verbesserung der Wegfinde- und Navigationsleistung“. Projektpartner ist Prof. Dr. Lars Kuchinke (Methodenlehre und Evaluation, International Psychoanalytical University Berlin). Die interdisziplinäre Projektpartnerschaft besteht durchgehend seit 2011, und Ergebnisse der Forschungszusammenarbeit führten bislang u.a. auch zum Aufbau der M.Sc.-Lehrveranstaltung „Ansätze der Experimentellen Kartographie“, die sich aus hochschuldidaktischer Sicht auf Methoden des „Forschenden Lernens“ konzentriert.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Projekts zeigt neue experimentell-gewonnene Erkenntnisse zur Verarbeitung von Karteninformationen, die zur optimierten kartographischen Darstellung von VGI, bspw. innerhalb der Open-Data-Plattform von OpenStreetMap (OSM), nützlich sein können. Die Studie belegt auf der Grundlage erfasster Verhaltens- und Eye-Tracking-Daten u.a., dass Routen, abhängig von der Kartenkomplexität, verschiedene räumliche Einflusssphären haben, was ebenfalls die Einbeziehung von relevanten Landmarken und damit auch die kartenbasierte Navigationsleistung in dicht besiedelten Räumen beeinträchtigt. Die Studie wurde als Open-Access-Publikation im US-Journal PLoS ONE veröffentlicht:

Keil, J., Edler, D., Kuchinke, L., Dickmann, F. (2020): Effects of visual map complexity on the attentional processing of landmarks. In: PLoS ONE, 15 (3): e0229575. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0229575