Aktuelles
Deutsch
English
< Erstes Zukünftelabor am GI
04.08.2022 13:50 Age: 54 Tage
Category: Geographie
By: Astrid Seckelmann

Mit dem Audioguido über Treppenanlagen und Bahntrassen ans Wupperufer


Das Quartiersmanagementteam und die Bochumer Geographin Astrid Seckelmann testen den digitalen Führer. (Foto: A. Röhrig)

Wer wissen möchte, was ein Zauberer mit der Programm „Soziale Zusammenhalt“ zu tun hat oder was eine Kronkorkenspardose ist, findet über diesen QR-Code den Führer.

Digitaler Führer vermittelt Wissen über Städebauförderung


Was machen eigentlich Quartiersmanager:innen? Was ist ein Verfügungsfonds? Und wie

sieht Städtebauförderung in der Praxis aus?

Unter anderem diese Fragen sind Thema einiger Exkursionen im M. Ed.-Studiengang am Geographischen Institut. Nach Angeboten zu Bochum und Dortmund dient nun das Quartier 422 in Wuppertal (Wichlinghausen-Oberbarmen) als neuestes Beispiel. Dazu haben das Team vom Quartiersmanagement (Andreas Röhrig, Wiebke Striemer, Lukas Meier) und Astrid Seckelmann gemeinsam einen digitalen Führer entwickelt, der ab sofort auch der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung steht (s. QR-Code).

Start- und Endpunkt ist der Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen, die Tour ist knapp 5 km lang und unterwegs gibt’s Informationen über Audiodateien, kurze Texte und Quizfragen. Es kommen unterschiedliche Akteur:innen aus dem Quartier zu Wort. Im Mittelpunkt stehen die bauliche Aufwertung einiger Orte, soziale Angebote, die Vernetzung der Beteiligten und die Partizipation der Bewohnerschaft und Zivilgesellschaft. Besonders interessant ist hier das räumlich dichte Nebeneinander von einfachen Wohnlagen, Leerstand, vernachlässigten Teilstrecken und neuen, schicken Angeboten z. B. entlang der Nordbahntrasse (einer ehemaligen Bahnlinie, die jetzt die wichtigste Radverkehrsverbindung in Wuppertal darstellt). Auch der Strukturwandel, der sich hier u. a. die Umwandlung von Brachen der ehemaligen Textilindustrie und die Neunutzung stillgelegter Kirchen ausdrückt, wird thematisiert.

Die Zusammenarbeit zwischen dem QM-Büro und dem Geographischen Institut hat zu einer Win-Win-Situation geführt: Studierende bekommen einen authentischen Einblick in das Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ und die Wuppertaler:innen haben nun einen digitalen Führer, den sie allen Interessierten zur Verfügung stellen können.

Das Interesse ist groß: Auch die Westdeutsche Zeitung berichtete schon (https://www.wz.de/nrw/wuppertal/stadtteile/barmen/wuppertal-mit-dem-handy-auf-spurensuche-in-den-quartieren_aid-74206017).