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25.08.2020 14:45 Age: 30 Tage
Category: Geographie
By: Graw

Bochumer Geomatik unterstützt den Sudan mit Satellitendaten

Dr. V. Graw managt Projekt zu Überflutungsflächen


Seit Anfang August kommt es im Sudan auf Grund starker Niederschläge zu Überschwemmungen in mehreren Regionen des Landes. Um Flächen und Menschen in Not räumlich zu identifizieren, wird in solchen Fällen die Internationale Charter aktiviert. Die Internationale Charter ist eine Vereinigung von Weltraumorganisationen und –agenturen, welche im Falle einer Katastrophe schnellstmöglich und rund um die Uhr Satellitendaten von den betroffenenen Gebieten bereitstellen. Diese dienen zur Orientierung und Untersützung der vor Ort ansässigen Katastrophenschutzbehörden, um schnellstmöglich Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

Als am 13.8. die Aktivierung vom Ministerium für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen im Sudan vorgenommen wurde, wurde die RUB als Projektmanager für die Kartierung dieser Überflutungen auf Basis international bereitgestellter Satellitenbilder nominiert, um schnellstmöglich Kartierungen der betroffenen Gebiete durchzuführen.

Seit dem 14.8. laufen die sehr dynamischen Arbeiten am Lehrstuhl von Herrn Prof. Jürgens mit einem internationalen Team unter der Leitung von Frau Dr. Graw. Während der Arbeiten wurden noch weitere Gebiete mit aufgenommen und die Überflutung seitdem kontinuierlich kartiert. Hierzu ist eine Vielzahl an Daten bereits bereitgestellt worden. Bei Überflutungen ist insbesondere der Einsatz von Radardaten bevorzugt, um auch bei starker Bewölkung Informationen zu erhalten. Zudem liegen viele Daten mit sehr hoher Auflösung – sogar im Zentimeterbereich – vor. Dies ist auch für das Team eine spannende Arbeit, da hochauflösende Daten normalerweise sehr kostspielig sind. Es wurden bereits einige Produkte erstellt, welche über die Seite der Aktivierung einsehbar sind.

 

Dies nur als aktuelle Information:

In ständigem Austausch mit dem Ministerium für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen im Sudan und dem Kartierungsteam werden die Arbeiten sehr wahrscheinlich noch ein paar Tage andauern. Die guten Nachrichten sind jedoch, dass ein Rückgang der Überflutungsflächen festgestellt werden konnte. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Rückgang auch in den nächsten Tagen anhält.