06.10.2021

Voller Einsatz in der Feldphase

Momentan sind Mitarbeiter:innen der Arbeitsgruppe von Prof. Farwick für das DFG-Projekt "Soziale (Ent-)Mischung in Quartier und Schule" in NRW unterwegs, um Eltern für die Online-Befragung zur Grundschulwahl zu gewinnen. Unterstützung gibt es dabei vor Ort aus der Nachbarstadt, nämlich vom Kooperationspartner, dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung aus Dortmund.

Ausgangspunkt des Projekts bildet die Schulreform, in deren Rahmen die freien Grundschulwahl zum Schuljahr 2007/08 in NRW eingeführt wurde, sowie die anhaltende Verschärfung sozialer Polarisierung in deutschen bzw. europäischen Städten. Diese zeigt sich nicht nur auf Quartiersebene, sondern auch kleinräumig, wie z.B. in Bildungseinrichtungen. Bereits in Grundschulen findet sich - auch in gemischten Quartieren - ein zum Teil dramatisches Ausmaß sozialer und ethnischer Segregation, was die besondere Wichtigkeit des Themas verdeutlicht. Es bedarf eines verbesserten Verständnisses des Zusammenhangs zwischen Quartier und Schulzusammensetzung sowie der Frage, welche Maßnahmen zu einer höheren Bildungsgerechtigkeit, z.B. in Form einer stärkeren Durchmischung der Grundschulen, beitragen können.

Andreas Wettlaufer bei der Verteilung der Flyer für das Projekt zu Segregationsdynamiken an Grundschulen in Düsseldorf

 

04.08.2020

Sozialraumanalyse: Leben an der "Neuen Emscher"

Das Zentrum für Interdisziplinäre Regionalforschung an der Ruhr-Universität Bochum hat auf Initiative der Emschergenossenschaft die Region nach verschiedenen sozialen Gesichtspunkten unter die Lupe genommen. Die Studie, die in Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft vom Zentrum für Interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung (ZEFIR) und den RUB-Lehrstühlen von Prof. Dr. Andreas Farwick, Prof. Dr. Jörg-Peter Schräpler und Prof. Dr. Sören Petermann durchgeführt wurde, soll helfen, die Lebensbedingungen und die Interessen der Menschen vor Ort besser einzuschätzen. Die Emschergenossenschaft will die Ergebnisse in ihre weitere Projektarbeit einfließen lassen.

In der von Prof. Dr. Andreas Farwick erarbeiteten Bestandsaufnahme objektiver Lebensbedingungen entlang der Emscher werden die Themen Bevölkerungsentwicklung, Wanderung und Fluktuation, Gesundheit und Umwelt sowie Grünflächen und Umgebungslärm behandelt.

Hier der Link zur Studie:

http://www.zefir.ruhr-uni-bochum.de/mam/content/materialien_band_10_leben_an_der_neuen_emscher.pdf

Stellten am Dienstag (04.08.2020) in Essen die Sozialraumanalyse vor (v.li.): David Lehmkuhl, Prof. Dr. Jörg-Peter Schräpler, Prof. Dr. Andreas Farwick, Prof. Dr. Uli Paetzel und Prof. Dr. Sören Petermann. Per Video zugeschaltet war Dr. David H. Gehne.