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06.10.2021 06:11 Age: 61 Tage
Category: Geographie
By: Graw / Rienow

Über Kontinente, Zeitzonen – und SDGs


(Foto: Rienow)

Uns allen sind die 17 bunten Kacheln der UN Agenda 2030 präsent. Die globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung geben Ländern die Möglichkeit, die Überwachung der zugehörigen Indikatoren durchzuführen und auf globaler Ebene darüber zu berichten. Sie helfen auch, die Entwicklung und den transformativen Wandel verschiedener Länder miteinander zu vergleichen. Erdbeobachtung und Geodaten spielen bei der Berichterstattung auf lokaler bis globaler Ebene eine entscheidende Rolle. Jedoch ist die Datenlage oft unterschiedlich und muss auf die jeweiligen Skalen angepasst werden. Im Seminar „SDG- Monitoring in Ecuador und Deutschland mit Daten und Methoden der Fernerkundung und GIS“ erarbeiteten sich Student:innen des GI sowie der Universidad del Azuay (UDA) in Cuenca, Ecuador, Forschungsmethoden zur Messung und Quantifizierung von SDG Indikatoren in beiden Ländern. SDG-Monitoring wurde auf nationaler Ebene für Ecuador und Deutschland an konkreten Beispielen durchgeführt und im Austausch mit deutschen und ecuadorianischen Student:innen und Forscher:innen diskutiert. So wurden am Ende des Seminares Möglichkeiten und Herausforderungen für das globale Monitoring deutlich, neue Methoden der Fernerkundung und GIS im interdisziplinären Kontext erlernt und das Verständnis für komplexe gekoppelte sozio-ökologische Systeme für die Umsetzung nationaler Entscheidungen vertieft. Insbesondere wurde aber auch der internationale Austausch und die internationale Zusammenarbeit im englischsprachigen, virtual exchange Seminar hervorgehoben und brachte für Student:innen auf beiden Seiten einen sehr umfangreichen Erfahrungsaustausch über verschiedene Kontinente und Zeitzonen hinweg.
Geleitet wurde das Seminar von Jun. Prof. Dr. Andreas Rienow und Dr. Valerie Graw seitens des GI und auf der ecuadorianischen Seite von Dr. Daniela Ballari. Bereits seit 2020 hat die Geomatik der RUB eine Kollaboration mit der UDA. Da das Seminar Studierende und Lehrende gleichermaßen begeistert hat, wird dies auch sicherlich nicht das letzte Seminar in diesem Austausch gewesen sein. Definitiv ein Beispiel, wo die neuen virtuellen Möglichkeiten auch weiterhin einen großen Beitrag leisten können.