Arbeitsbereiche

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Geographiedidaktik

Der Arbeitsbereich Geographiedidaktik ist im Geographischen Institut für die Planung, Organisation, Durchführung und Evaluation des Studiengangs "Master of Education im Fach Geographie" verantwortlich. Die fachliche und fachdidaktische Ausbildung beinhaltet eng miteinander verknüpfte theoretische und praktische Lehr-/Lernmodule nach dem Motto "theoriegeleitete Praxis". Die fortwährende Berücksichtigung pädagogisch-psychologischer und fachdidaktischer Forschungsergebnisse gewährleistet eine stets aktuelle und qualitativ hochwertige Lehrerausbildung im Fach Geographie.

Eine Besonderheit des M.Ed. ist das von der Bochumer Geographiedidaktik entwickelte Seminar "Aktuelle fachdidaktische Positionen" (AFP). Hier stellen u. a. Geographiedidaktiker aus Deutschland und dem europäischen Ausland ihre derzeitigen Forschungsansätze und -ergebnisse aus der geographiedidaktischen Lehr-/Lernforschung zur Diskussion. Der geographiedidaktischen Forschung wird damit quasi ein "Gesicht geben". Anschließend werden die im Seminar vorgestellten Resultate hinsichtlich ihrer unterrichtlichen Relevanz analysiert und bewertet. Auch wird in der Ausbildung dem Erwerb von Kompetenzen im Bereich "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE), "Naturwissenschaftliche Bildung" (Scientific Literacy) sowie dem bilingualen Lehren/Lernen und dem Einsatz digitaler Medien besondere Bedeutung beigemessen.

Forschungsschwerpunkte des Arbeitsbereiches Geographiedidaktik sind:

  • Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
  • Bilingualer Geographieunterricht
  • Didaktisches Potenzial des Ruhrgebiets
  • digitale Medien
  • Lateinamerika (im Geographieunterricht)
  • Naturwissenschaftliche Bildung (scientific literacy)
  • Naturrisiken

 

Geographiedidaktik  (Prof. Dr. Karl-Heinz Otto)


Geomatik

Mit den Schwerpunkten Geo-Fernerkundung, Kartographie und Geographische Informationssysteme (GIS) vertritt der Arbeitsbereich Geomatik im Geographischen Institut die methodenorientierte Erfassung, Verwaltung, Bewertung, Analyse und Visualisierung von Geodaten und Geoinformationen.

In der Lehre bringt sich der Arbeitsbereich durch einen modular aufgebauten Methodenstrang sowohl in den Einfach- wie in den Zweifach-Bachelor-Studiengang ein. Die optional wählbare viersemestrige Masterphase bietet innerhalb des Studienganges M.Sc. Geographie eine spezielle Vertiefungsrichtung Geomatik, in der die Studierenden vertiefte – theoretische wie anwendungsorientierte – Kenntnisse und Fertigkeiten auf den kombinierten Arbeitsfeldern der Fernerkundung, Kartographie und GIS erhalten.

In der Forschung werden u. a. Beiträge zu folgenden Anwendungsgebieten geleistet:

  • Erforschung von Kulturlandschaftsflächen (z. B. Altlastenverdachtsflächen) mit Hilfe der Geo-Fernerkundung,
  • Kartennutzungseffizienz,
  • multimediale und internetbasierte Visualisierung von Geodaten (z. B. Schall und Lärm),
  • GIS-Einsatz in Land- und Forstwirtschaft sowie im Brachflächenrecycling,
  • photorealistische 3D-Visualisierungen von Gebäuden und Landschaften.

Humangeographie

Der Schwerpunkt des Arbeitsbereichs Humangeographie liegt in Forschung und Lehre auf urbanen Räumen. Schwerpunktthemen sind

  • Stadt- und Regionalentwicklung in Theorie und Praxis,
  • international vergleichende Metropolenforschung,
  • Governance auf städtischer und regionaler Ebene,
  • innovative Flächen- und Bestandsentwicklung in postindustriellen Landschaften,
  • nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung im Kontext sich entwickelnder Gesellschaften und peripherer Räume.

Neben verschiedenen Teilräumen Deutschlands, insbesondere dem Ruhrgebiet, umfassen die regionalen Schwerpunkte Teilräume Europas sowie Japan, Nordamerika, China, Afghanistan und das südliche Afrika.

Weitere Informationen unter...


Physische Geographie

Die Physische Geographie versteht sich als eine naturwissenschaftlich ausgerichtete Umweltforschung, besonders unter dem Aspekt der Einflüsse des Menschen auf Stoffsysteme von naturnahen bis zu städtischen Ökosystemen. Schwerpunkt des Arbeitsbereichs ist eine integrative ökologische Landschaftsforschung. Inhalte sind zum Beispiel

  • Böden im lokalen und globalen Kohlenstoffhaushalt,
  • Schadstoffverteilung und -verhalten in Böden,
  • Prozesse des Landschaftswandels,
  • vegetationsökologische Dynamik,
  • räumliche Muster der Phytodiversität,
  • Wasserbilanzen für Landschaften,
  • natürliche Oberflächenformen der Erde und ihre Veränderung durch den Menschen
    (z. B. Küstenerosionen und Strandbildung),
  • hydrologische Modellierung von Wasserabflussprozessen,
  • Auswirkungen von Nutzungsänderungen auf das Gelände- und Stadtklima.

Umweltkomponenten werden im Gelände gemessen und im Labor analysiert sowie Prozesse modelliert. Hierzu existiert unter anderem ein landschaftsökologisch-hydrologisches Versuchsgebiet. Regionale Schwerpunkte liegen im Ruhrgebiet, im mediterranen Raum (Spanien und Nahost), in den USA und China. Die Vertiefungsrichtung Stadt- und Landschaftsökologie im Masterstudiengang Geographie ist forschungs- und praxisnah ausgerichtet. Es bestehen Forschungskooperationen mit öffentlichen Dienststellen im Inland und mit wissenschaftlichen Instituten im Ausland.

Weitere Informationen zu den vier Professuren in der Physischen Geographie sowie der AG Höhlen- und U-Bahn-Klimatologie finden Sie unter: